Erstes Lebenszeichen

Ich lebe!

Nach mittlerweile schon über 2 Wochen hier in Bolivien und, im Vergleich zu Deutschland, extremen Internetentzugs in dieser Zeit, melde ich mich aus dem Exil in der digitalen Welt zurück. Mittlerweile haben wir Wlan bzw. Lan -nur eins der Dinge, die in Deutschland für mich schon zur Selbstverständlichkeit geworden sind, dies, wie ich hier lerne, aber alles andere als überall sind.

Also, wo soll ich anfangen? Am besten wohl ganz am Anfang…

Am 3. September hieß es für mich: „¡Hasta luego, Alemania y vamos a Bolivia!“ Und nach einem tränenreichen Abschied und einer mehr als 24 Stunden andauernden Flugzeugreise mit Zwischenstopps in London und Miami, kam ich, zusammen mit den anderen deutschen Freiwilligen, am 4.September in aller Frühe in Bolivien an.

Der Flughafen von La Paz liegt auf 4100m Höhe, was wir dann auch gleich zu spüren bekamen: Die dünne Luft machte das Atmen nicht besonders einfach! Einfach hatten wir es dann auch nicht mit unserem Gepäck. Nahezu die Hälfte von uns Freiwilligen vermisste ihre Koffer (ich gehörte jedoch glücklicher Weise nicht dazu). Zudem war es unglaublich kalt. Aber nachdem uns versichert wurde, dass das fehlende Gepäck in den nächsten Tagen ankommen sollte, ging unsere Reise dann endlich weiter. In einem Minibus wurden wir zu unseren Gastfamilien gebracht.

Während die Sonne langsam aufging bahnte sich unser klappriger Bus seinen Weg durch die steil abfallenden Straßen von La Paz! Die Kulisse war einfach nur atemberaubend! Da La Paz einer „riesigen Schüssel“ gleicht, hatte man die ganze Fahrt über einen einzigartigen Ausblick über die Stadt! Unzählige Häuser reihten sich dicht an dicht an die kahlen Felswände- Bäume sieht man in La Paz, das im Durchschnitt auf etwa 3600m Höhe liegt, eher selten. Und während wir so fuhren, begann in den Straßen das Leben. Insbesondere sah man unzählige, traditionell gekleidete Cholitas- bunte Röcke, lange schwarze Zöpfe, Hüte- die gestreifte Tücher, vollgepackt mit zu verkaufender Wahre und/oder ihren Kindern auf den ihren Rücken trugen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam ich dann bei meiner Gastfamilie an. Hier wurde ich sehr herzlich von meinem Gastbruder, meiner Gastmama und meiner Gastoma empfangen. Und nachdem sie mir das Haus und mein Zimmer gezeigt, wir etwas gegessen und geredet hatten, fiel ich dann endlich vollkommen übermüdet und erschöpft, aber dennoch glücklich ins Bett. Ich hatte es geschafft! Ich war in Bolivien!

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